Einstieg in das Beschreiben

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Einstieg in das Beschreiben

Das sagt die Autorin über das Modul

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Informationen für Lehrkräfte

Dieses Modul ist als Einstieg in das Beschreiben an sich gedacht. Egal, welche der spezielleren Schreibformen Sie anpeilen (Weg-, Vorgangs-, Bild- oder Gegenstandsbeschreibung), bietet Ihnen dieses kurze Modul mit motivierenden Aufgaben die Möglichkeit, den Fokus auf die Aspekte Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Genauigkeit zu setzen. 
Hier einige Hinweise zum Aufbau im Detail: 

1. Teil: Aufmerksamkeit und Wahrnehmung
Logik in der Darstellung und Genauigkeit im Ausdruck sind Erfordernisse des informierenden Schreibens. Bevor es aber ans Schreiben geht, müssen Informationen grundsätzlich erfasst werden. Basis dafür ist Aufmerksamkeit und Offenheit. Denn was für die Schreibenden womöglich banal und offensichtlich ist, fehlt den Rezipienten eines Informationstexts möglicherweise. Darum empfiehlt sich als Einstieg in das informierende Schreiben dieses Modul zur Förderung der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit.
Die Übungen im Modul folgen einem Aufbau:

  • Die Übung „Die Welt und ich“ konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit den Eindrücken, die im Alltag auf uns einströmen. Vieles davon nehmen wir nicht wahr, um unsere Aufmerksamkeit fokussieren zu können. Wie schwierig es ist, solche Eindrücke aus dem Gedächtnis abzurufen, macht diese Übung erfahrbar.
    Diese Übung sollte von Ihnen angeleitet werden. Lesen Sie dazu bitte den Text unter dem Aufgabenkasten vor.
  • Die folgende Übung „Aufgepasst!“ stellt die selektive Aufmerksamkeit ins Zentrum: Die Fokussierung auf einen Aspekt kann zur Vernachlässigung anderer führen. Manchmal ist das natürlich gewollt: Konzentration auf den Schulunterricht führt im Idealfall dazu, dass andere Reize ausgeblendet werden. Wer dies erfährt, wird seine subjektive Wahrnehmung nicht mehr absolut setzen.
  • Mit der letzten Übung „Was siehst du?“ wird zum Beschreiben übergeleitet. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung wird die Macht von Beschreibungen erfahrbar: Wie man etwas beschreibt, beeinflusst die Wahrnehmung der Rezipienten.

2. Teil: Auf zum Roboterbau

Mit dieser produktionsorientierten Übung können Ihre Schülerinnen und Schüler eine erste mündliche Beschreibung erstellen. Wie gut ihnen das gelingt, kann sofort überprüft werden anhand der Zeichnung des Partners. 
Im Klassengespräch können Sie dann am Ende erste Merkmale einer guten Beschreibung sichern und auf die Vielfalt an Beschreibungen in der Lebenswelt Ihrer Klasse überleiten.

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Beschreiben

Was macht eine gute Beschreibung aus?

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Urheber: Elio santos

https://unsplash.com/photos/q7pOFt3J0ks

Unsplash.com - LizenzBYSA

Wann beschreiben wir im Alltag etwas? Sammelt Beispiele.

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Wer andere informieren will, muss sich gut auskennen. Wie ein Detektiv darf man keine Kleinigkeit übersehen. Warum das gar nicht so einfach ist, erfährst du hier. Und noch viel wichtiger: Hier kannst du eine gute Wahrnehmung üben. 

Worauf kommt es bei jeder Beschreibung an?

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Egal, ob man eine Person, ein Tier, einen Weg, ein Bild oder einen Gegenstand beschreibt, alle haben ein paar Gemeinsamkeiten. 

In erster Linie möchte eine Beschreibung informieren. Das macht sie, indem sie möglichst genau und sachlich ist. Die Sprache ist klar und im Präsens
Entweder benutzt man den Passiv und die Man-Form oder du und den Imperativ
Eine Beschreibung sollte so kurz wie möglich sein, gleichzeitig aber auch so detailliert wie nötig. Dafür bietet sich an, treffende Adjektive und Fachwörter zu verwenden. 

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Die Welt und ich

Informationen für Lehrkräfte

Anleitungstext zur Übung „Die Welt und ich“

(Erst beginnen, wenn alle Schülerinnen und Schüler in Zweierteams sich ruhig gegenüber sitzen.)

Vereinbart, wer von euch zuerst sprechen wird. 
Schließt eure Augen und lasst sie bitte geschlossen, bis ich euch dazu auffordere, sie zu öffnen. Es geht nicht darum, besonders gut zu sein. Hier zählt nur eure eigene Erfahrung mit der Übung. 
Die erste Person zählt nun auf, welche Gegenstände sich im Raum wo befinden. Bitte keine Möbel nennen, sondern eher kleinere Gegenstände. Wo liegen sie? Wie sehen sie aus?
Wenn die Person fertig gesprochen hat, sagt sie: „Fertig!“
Dann öffnet beide die Augen und überprüft, ob Gegenstände und Positionen stimmen. Was wurde übersehen?

(Evtl. kurze Reflexion im Plenum.)

Nun schließt wieder eure Augen. 
Jetzt ist die zweite Person an der Reihe. Sie soll beschreiben, welche Kleidung die andere Person trägt – so genau wie möglich. 
Bitte sagt auch hier am Ende „Fertig!“ und öffnet erst dann eure Augen. 
Wie ist es euch mit dieser Beschreibung ergangen?

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1. Schritt


  1. Geht in Zweierteams zusammen und setzt euch gegenüber auf eure Stühle.
  2. Folgt dann den Anweisungen eurer Lehrkraft.
Auswertung
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Aufgepasst!

Informationen für Lehrkräfte

Die folgende Übung arbeitet mit selektiver Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. 
Das Video dazu heißt „Monkey Business Illusion“.  

Bitte vermeiden Sie, dass Schüler, denen das Video bereits bekannt ist, die Überraschung verraten.

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Video

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Wie viele Pässe werfen die Personen in weißen Shirts?
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Was siehst du?

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Urheber: Joseolgon

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pavilh%C3%A3o_do_Conhecimento_(23).jpg?uselang=de

PDBYSA
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https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:My_Wife_and_My_Mother-In-Law?uselang=de#/media/File:My_Wife_and_My_Mother-in-Law.jpg

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https://de.wikipedia.org/wiki/Vexierbild#/media/Datei:Face_or_vase_7741_(purple_and_grey).svg

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https://de.wikipedia.org/wiki/Vexierbild#/media/Datei:Duck-Rabbit_illusion.jpg

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https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Reversible_figure?uselang=de#/media/File:Allisvanity.jpg

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https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Reversible_figure?uselang=de#/media/File:MooneyFace.png

PDBYSA
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Merkkasten

Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

Wenn wir die Welt um uns herum erleben, können wir nicht alles auf einmal in uns aufnehmen. Darum richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was für uns wichtig, neu oder interessant ist – vieles andere blenden wir aus. Das ist wichtig, sonst wären wir mit allen Reizen sehr überfordert, weil zu viel auf uns einströmen würde. 
Wenn wir andere Menschen informieren möchten, indem wir etwas beschreiben, müssen wir diese Tatsache aber berücksichtigen: Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung und ich muss mir gut überlegen, wie ich etwas beschreibe.

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Auf zum Roboterbau!

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1. Schritt
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Urheber: Erik Stein

https://pixabay.com/de/illustrations/roboter-spielzeug-metall-android-1797548/

Pixabay.com - Lizenz

Dein eigener Roboter
Stelle dir vor, du dürftest dir einen Roboter wünschen. Dieser Roboter wäre so gebaut, dass er dir lästige Aufgaben abnehmen kann.

Überlege: Welche Aufgaben könnte er für dich übernehmen? Wie müsste er aussehen, damit er das alles machen kann?

§ Cc4
2. Schritt
  1. Zeichne diesen Roboter auf ein Blatt Papier. Achte darauf, dass niemand deinen Roboter sieht.
  2. In Partnerarbeit: Du beschreibst deinen Roboter nur mit Worten. Zeige dein Bild nicht her. Dein Partner wird auf deine Beschreibung hin den Roboter zeichnen. Achte darauf, nur Worte zu verwenden. Danach beschreibt dein Partner und du zeichnest seinen Roboter.
  3. Vergleicht eure Bilder. Habt ihr den Roboter des anderen gut getroffen?
  4. Überlegt, woran es liegt, wenn die Bilder unterschiedlich aussehen.
§ Cc4
Auswertung