Innere Handlung

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Innere Handlung

Was siehst du auf den zweiten Blick?

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Wenn man die Geschichte auf die Ă€ußere Handlung beschrĂ€nkt, wirkt sie eher wie ein Bericht. Es fehlen viele Informationen, die man als Betrachter oft nur indirekt erfĂ€hrt.

Was können Gestik und Körperhaltung dem Betrachter ĂŒber die Personen verraten?

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Merkkasten

Was ist „Gestik“?

Die Bewegungen der Arme, HÀnde und des Kopfes sind ein wichtiger Teil der AusdrucksfÀhigkeit. Sie ersetzen sprachliche Mitteilungen oder ergÀnzen sie.

Die Gesamtheit dieser Bewegungen (Gesten) nennt man Gestik. Die Gestik kann dir sehr viel ĂŒber die GefĂŒhle und die Stimmung einer Person verraten.

Gestik deuten

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1. Schritt

Die Frau im Bild

Ihre Körperhaltung:

Ihre Gestik:

Welche GefĂŒhle/Stimmung könnte sie haben?

Die Frau: Was siehst du auf den zweiten Blick?


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Betrachte die Frau mit dem Kind auf dem Bild. Beschreibe ihre Gestik und Körperhaltung. Worauf lassen diese schließen? Welche GefĂŒhle, welche Stimmungen können dahinterstecken?

Tausche dich anschließend mit deinem Nachbarn darĂŒber aus.

§ Cc4
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2. Schritt

Die Kinder

Ihre Körperhaltung:

Ihre Gestik:

Diese GefĂŒhle und Stimmungen könnten sie haben:

Die Kinder: Was siehst du auf den zweiten Blick?

Betrachte nun die drei Kinder im Bild. Beschreibe ihre Gestik und Körperhaltung. Worauf lassen diese schließen? Welche GefĂŒhle, welche Stimmungen können dahinterstecken?

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3. Schritt

Hier kannst du deine Ideen noch einmal am Gesamtbild ĂŒberprĂŒfen bzw. ergĂ€nzen.
Ordne zu, was Gestik und Körperhaltung ausdrĂŒcken könnten.

4. Schritt
§ PD

Obwohl man die abgebildeten Menschen nur von hinten sieht, kann man sich dennoch die innere Handlung erschließen. Aber das Foto gibt uns noch mehr Informationen, die ĂŒber die innere Handlung hinaus gehen.

Überlege, welche Informationen man dem Bild noch entnehmen kann.

Auswertung
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Urheber: Nik

https://unsplash.com/de/fotos/LUYD2b7MNrg

Unsplash.com - Lizenz

Gestik und Körperhaltung spiegeln also GefĂŒhle wider. Es fĂ€llt noch leichter, sie zu erkennen, wenn man das Gesicht des Menschen sieht, da sein Gesichtsausdruck (seine „Mimik“) viel ĂŒber seine GefĂŒhle verraten kann.

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Merkkasten

Was ist Mimik?

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Unter dem Begriff „Mimik“ versteht man den Gesichtsausdruck, 

  • den Augen, 
  • Mund und 
  • Gesichtsmuskeln bilden. 

Die Mimik einer Person lĂ€sst hĂ€ufig erkennen, wie sie sich fĂŒhlt oder was sie denkt.

Mimik lesen

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1. Schritt

Erkennst du die GefĂŒhle? Ordne die GefĂŒhle den Bildern zu.

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2. Schritt

Zeichne GefĂŒhle!

Zeichne die Mimik der folgenden GefĂŒhle in die Gesichter ein.
Tipp: Wenn du Probleme hast, dann studiere noch einmal die Gesichter in der vorherigen Aufgabe.

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3. Schritt

Zeige GefĂŒhle!

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Welche Mimik sieht man, wenn man sich folgendermaßen fĂŒhlt? Spiele die GefĂŒhle mit deinem Nachbarn durch. 
Zuerst bekommt Spieler A sechs Adjektive, die Spieler B an der Mimik erraten muss. Los geht's!

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4. Schritt

Zeige GefĂŒhle!

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Weiter geht's! Jetzt ist Spieler B dran: Er bekommt auch sechs Adjektive, die Spieler A an der Mimik erraten muss.

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Habt ihr Lust auf mehr? Dann spielt weiter! Überlegt euch weitere GefĂŒhle, die ihr mimisch darstellen könnt!

Auswertung

Mimik und Gestik im Zusammenspiel

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Wenn Mimik und Gestik aufeinandertreffen, lassen sich GefĂŒhle und Stimmungen am besten darstellen. Probiert das gemeinsam aus – in Partnerarbeit, einer Kleingruppenarbeit oder mit der ganzen Klasse!

So geht's:

  1. Jede Person sucht sich – natĂŒrlich ohne es den anderen zu verraten – ein GefĂŒhl/eine Stimmung aus, das sie darstellen will.
  2. Dann stellt die erste Person das GefĂŒhl/die Stimmung pantomimisch (durch Mimik und Gestik, ohne zu reden) dar.
  3. Die anderen schreiben Adjektive auf, die dargestellt werden.
  4. Am Ende tauscht ihr euch aus: Was traf alles zu?
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ZurĂŒck zu Tom und dem Gespenst in seinem Keller

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Tom findet Hilfe bei seinem Gespensterproblem: Hedwig KĂŒmmelsaft, eine Freundin seiner Oma, ist eine ausgefuchste GespensterjĂ€gerin. Bei ihrem GesprĂ€ch zeigt sich immer wieder an Gestik und Mimik, wie sich Tom und Hedwig KĂŒmmelsaft fĂŒhlen.

1. Schritt
§ Cc4

Klicke an, welche GefĂŒhle durch Mimik oder Gestik gezeigt werden.

§ Cc4
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2. Schritt
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Klicke an, welche GefĂŒhle durch Mimik oder Gestik gezeigt werden.

§ Cc4
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3. Schritt
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Klicke an, welche GefĂŒhle durch Mimik oder Gestik gezeigt werden.

§ Cc4
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4. Schritt
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Klicke an, welche GefĂŒhle durch Mimik oder Gestik gezeigt werden.

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5. Schritt
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Klicke an, welche GefĂŒhle durch Mimik oder Gestik gezeigt werden.

§ Cc4
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Auswertung

Willst du das ganze Kapitel lesen?

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GespensterjÀger auf eisiger Spur (Auszug)

von Cornelia Funke

1 „Na, das ist ja eine Überraschung“, sagte Hedwig KĂŒmmelsaft,2 als sie Tom zum zweiten Mal in ihr merkwĂŒrdiges Wohnzimmer3 fĂŒhrte. „Haben meine RatschlĂ€ge etwa nicht geholfen?“4 „Doch, doch. Ganz erstklassig sogar, aber ...“ Tom5 stellte seinen Rucksack aufs Sofa und setzte sich daneben.6 „Ich hab schon wieder ein Problem!“7 „Aha“, sagte Hedwig KĂŒmmelsaft. „Gut. Ich mache uns8 einen Tee.“ Und schon war sie in der KĂŒche verschwunden.9 Durch den Stoff von Toms Rucksack schob sich eine weiße10 Hand.11 „Hey, wir haben eine Abmachung!“, zischte Tom. „Du12 bleibst drin, bis ich es sage, verstanden?“ „Ös ist13 Ă€ußerst unböquem hier!“, kam es aus dem Rucksack.14 Da steckte Frau KĂŒmmelsaft ihre lange Nase durch die15 TĂŒr und sagte: „Übrigens, junger Mann, sag dem Gespenst16 in deinem Rucksack doch, dass es herauskommen kann.“17 Sprachlos sah Tom sie an. AmĂŒsiert verzog Frau KĂŒmmelsaft18 den Mund.19 „Junger Mann, mir entgeht der modrige Schimmelgeruch20 eines Gespenstes auch dann nicht, wenn es in einem Rucksack21 steckt. Moment, ich ziehe noch schnell die VorhĂ€nge22 zu, denn das Tageslicht wĂŒrde bei deinem gespenstischen23 Begleiter auf der Stelle Übelkeit und starken Niesreiz24 hervorrufen.“25 Die VorhĂ€nge waren natĂŒrlich rot, wie alles in dem26 eigenartigen Zimmer.27 Mit verlegener Miene schwebte Hugo aus seinem Versteck28 hervor, sah sich um – und sank entsetzt in sich zusammen.29 „Pfui, ohoooho, pfui!“, heulte er. „Was fĂŒr oin ekölhaftes30 Zimmör!“ Er presste die weißen HĂ€nde vors Gesicht und31 lugte nur zwischen den Fingern hindurch. „NĂŒchts als32 scheußliches Rohoot und ĂŒberall Spiegöl, öntsetzlich!“33 „Tut mir leid“, sagte Hedwig KĂŒmmelsaft. „Aber ich34 habe es manchmal mit Ă€ußerst gefĂ€hrlichen Gespenstern35 zu tun. Und dieses Zimmer hat eine ziemlich abschreckende36 Wirkung auf sie.“ „Ohooho, es ist nĂŒcht auszuhalten!“,37 jammerte das Gespenst. Und schwups – war es wieder in38 Toms Rucksack verschwunden. Hedwig KĂŒmmelsaft zuckte39 mit den Schultern und holte den Tee aus der KĂŒche.40 „Kommen wir zu deinem zweiten Problem, junger Mann“,41 sagte sie, wĂ€hrend Tom sich wieder Unmengen Zucker in42 seine Tasse schaufelte. „Ich nehme an, es hat mit deinem43 Begleiter zu tun.“ „Allerdings“, sagte Tom und erzĂ€hlte44 ihr die ganze traurige Geschichte.45 Als er fertig war, knetete Frau KĂŒmmelsaft nachdenklich46 ihre spitze Nase.47 „Sososo“, sagte sie. „Ich nehme an, ich weiß, von welchem48 Haus hier die Rede ist. Noch vor Kurzem bin ich beim49 Spazierengehen an einer alten Villa vorbeigekommen,50 die eine ganz außergewöhnlich starke GespensterausdĂŒnstung51 hatte. Tia, junger Mann, diesmal hast du wirklich ein52 Problem.“ Tom schluckte. „Wie ... wie meinen Sie das?“53 „Nun, bei diesem unangenehmen Gespenst, das deinen Begleiter54 verjagt hat, handelt es sich eindeutig um ein UEG –55 ein Unglaublich Ekelhaftes Gespenst, wie die Fachbezeichnung56 lautet. Und mit einem UEG, junger Mann, ist weiß Gott57 nicht zu spaßen!“58 Tom erschrak. „Sie meinen, da ist nichts zu machen?59 Hugo muss in unserem Keller bleiben?“ Aus dem Rucksack60 war ein leises Schluchzen zu hören.61 „Oh nein, das habe ich nicht gesagt“, antwortete Hedwig62 KĂŒmmelsaft. „Aber es ist eine sehr gefĂ€hrliche Sache,63 sich mit einem UEG anzulegen. Äußerst gefĂ€hrlich. Mit64 Spiegeln, Musik und rohen Eiern kommt man da nicht weit!“65 „Und“, Tom wagte kaum zu fragen, „was hilft gegen UEGs?“66 Hedwig KĂŒmmelsaft knetete ihre Nase, bis sie so rot67 wie ihr Wohnzimmer war. „Nun, da gibt es eigentlich68 nur eins“, sagte sie. „Friedhofserde!“ Entgeistert sah69 Tom sie an. „Bitte was?“70 „Friedhofserde. Mindestens ein Eimer voll. Ja – und71 Schielen mĂŒsstest du ĂŒben, junger Mann. Schielen kann72 lebensrettend sein bei der Begegnung mit einem UEG.“73 Die alte Dame stand auf und trat an ihr BĂŒcherregal.74 „Ich werde dir etwas mitgeben“, sagte sie und zog ein75 kleines Buch heraus. „Hierin findest du alle Merkmale,76 Vorlieben und Abneigungen von MUGs und UEGs sorgfĂ€ltig77 aufgelistet. Kapitel zwei, soviel ich mich erinnere.78 Studiere es sorgfĂ€ltig!“79 Aber Tom schĂŒttelte den Kopf. „Nein“, sagte er heiser.80 „Nein, danke. Vergessen Sie das Ganze.81 Meinetwegen soll Hugo in unserem Keller wohnen, bis82 er schwarz wird. Ich glaub, ich geh jetzt besser nach83 Hause.“84 Aus dem Schluchzen in Toms Rucksack wurde Heulen und85 ZĂ€hneknirschen.86 „Schade, junger Mann“, sagte Frau KĂŒmmelsaft. „Ich87 wollte dir gerade meine Hilfe anbieten.“88 Erstaunt sah Tom sie an. „Ja, aber Sie sagen doch,89 es ist furchtbar gefĂ€hrlich!“90 „Nun ja.“ Hedwig KĂŒmmelsaft zuckte mit den Schultern.91 „Das ganze Leben ist gefĂ€hrlich, nicht wahr? Und dein92 bleicher Freund hier tut mir ein bisschen leid. Wenn93 wir uns gut vorbereiten – nun, dann können wir dieses94 UEG schon verjagen!“ „Und was ist mit der Friedhofserde?“,95 fragte Tom. Der Punkt beunruhigte ihn im Moment am meisten.96 „Oh, das ist kein Problem. Die könnten wir schon in97 dieser Nacht besorgen.“98 Tom runzelte die Stirn. „Nachts, wieso denn nachts?“99 „Oh, vergaß ich das zu sagen? Nur Nachterde ist gegen100 UEGs wirksam. Was meinst du? Wollen wir uns heute Nacht101 vor dem Friedhofstor treffen, so gegen elf?“102 „Ich ... Ă€h ... ich weiß nicht“, stotterte Tom.103 „Du könntest dich von deinem Kellergespenst hinfliegen104 lassen“, sagte Hedwig KĂŒmmelsaft. PrĂŒfend sah sie Tom105 ĂŒber ihre spitze Nase hinweg an.106 „Uch bin koin Kellergöspenst!“, kam es beleidigt aus107 dem Rucksack. „Aber ĂŒch wĂ€re durchaus beroit zu helfen!“108 „Wieso fliegen?“, fragte Tom mit schwacher Stimme.109 Ihm wurde immer schwindliger im Kopf.110 „Nun, Gespönster fliegön fĂŒr gewöhnlĂŒch“, kam es dumpf111 aus dem Rucksack. „Odör denkst du etwa, öch schwebe112 zu Fuß?“113 „Nun, was sagst du, junger Mann?“, Hedwig KĂŒmmelsaft114 streckte Tom ihre lange dĂŒnne Hand hin. „Wollen wir115 zusammen diesem UEG Manieren beibringen, damit dein116 Gespensterfreund wieder nach Hause kann?“117 Was sollte Tom darauf sagen? „In Ordnung“, murmelte118 er und ergriff Frau KĂŒmmelsafts Hand.119 Aus seinem Rucksack drang ein erleichterter Seufzer. 120 Die in diesem Kapitel verwendeten BeispielsĂ€tze wurden121 dem Text entnommen und teilweise entsprechend angepasst. 

Cornelia Funke: „GespensterjĂ€ger auf eisiger Spur“. 9. Auflage, Bindlach 2020, S. 41–47.

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Merkkasten

Die innere Handlung

Die innere Handlung kann man erschließen, indem man auf Gestik, Mimik und Körperhaltung einer Person achtet. Daraus kann man ablesen, wie sich der Mensch fĂŒhlt. Durch die Beschreibung der Gedanken und GefĂŒhle der Figuren deiner ErzĂ€hlung zeigst du auf, wie es in ihrem Inneren aussieht. Erst die VerknĂŒpfung von Ă€ußerer und innerer Handlung gestaltet die ErzĂ€hlung aus.